Mittwoch, 28. Februar 2018

Teufelskreis Hufrehe - Stute Latina



Es ist nicht ungewöhnlich, dass viele Rehe-Pferde nicht nur einmalig unter einem akuten Schub leiden, sofern die ursächliche Problematik nicht in den Griff bekommen wird. 
Auch die Besitzerin von Stute Latina musste hier viele unangenehme Erfahrungen machen.


Seit 2016 hatte Latina nun insgesamt 5 Hufreheschübe. Teils sehr extrem mit der Tendenz zur Einschläferung. Sabrina (Latinas Besitzerin) war mittlerweile sehr verzweifelt, da die Tierärzte wirklich alles unternahmen, was in deren Macht stand. 

Latina wurde sogar einige Zeit in der Tierklinik aufgenommen, damit sie besser unter Beobachtung stand. Medikamente, Spezialbeschlag, etc… (halt die ganzen Methoden, welche bei Hufrehe unternommen werden) entsprachen keinem langfristigen Erfolg und waren nicht zufriedenstellend.

Sobald Latina etwas über dem Berg war und es ihr eine Zeitlang besserging, kam erneut ein Hufreheschub.

Es war nun Ende 2017. Latina litt mal wieder unter einem heftigen Hufreheschub. Es sollte ihre letzte Chance sein und Sabrina wand sich sehr verzweifelt an mich. Die Röntgenbilder sahen nicht sehr vielversprechend aus und auch Latinas Zustand war schlechter als je zuvor.

Ich wollte Latina dennoch unbedingt helfen und wagte zusammen mit ihrer Besitzerin den Versuch. Natürlich sollte auch hier über die Haaranalyse gearbeitet werden.

Da das Wochenende kurz bevor stand, wurden bereits vorab Produkte bestellt, damit wir bereits auf die Unterstützung dieser Produkte zählen konnten und die Zeit zur Auswertung überbrückt werden konnte.

Die Auswertung der Biofeld-Haaranalyse fiel wirklich sehr schlecht aus. Nun konnte ich Sabrinas Sorgen noch besser nachvollziehen. Der Stoffwechsel spielt in Bezug auf Hufrehe ja ebenfalls eine besonders große Rolle. Dieser war so massiv in Imbalance geraten, das habe selbst ich zuvor selten gesehen. Die Werte meiner Austestung gehen von 1 – 20.

1 = Fließgleichgewicht der Biofelder vorhanden,
20 = sehr schwere Störungen der Biofelder.
Die Störung des Stoffwechsels lag bei Latina tatsächlich bei 20! Ich war geschockt, wie konnte es nur so weit kommen?


Zusätzlich lagen tiefgreifende Entzündungsreaktionen im Hufbereich vor und eine fehlerhafte Ernährung wurde ebenfalls ersichtlich. Mängel und Überschüsse waren zu genüge vorhanden.


Nun ging es an den individuellen Therapie- und Fütterungsvorschlag für Latina. 

Die gesamten Kräuter wurden direkt in der doppelten Dosierung verordnet. Auch eigneten sich zusätzlich homöopathische Mittel aus der Apotheke sehr gut.
Als gesunde Basis bekam Latina täglich Nehls Pferdefutter Rehe.
Durch die vorgeschlagene Fütterung wurden zusätzlich die Mängel und Überschüsse im Vitalstoffhaushalt ausgeglichen.


Eine ganze Menge Kräuter und Homöopathie? Ja, aber häufig muss es leider so sein. Denn nur so können wir direkt intensiv, effektiv & optimal ansetzen und helfen. Schließlich möchte man ja so schnell wie es nur möglich ist alle betroffenen Bereiche unterstützen, stabilisieren und eine Linderung erreichen.

Sabrina ließ sich auf meine vollständige Empfehlung ein und besorgte zügig alle fehlenden Produkte.

Nun haben wir Ende Februar 2018 & Latina ist noch am Leben. Sie quält sich nicht, ganz im Gegenteil, es geht ihr besser als die letzten 2 Jahre. Es ist schon wieder möglich, Latina auf einem kleinen eingezäunten Sandpaddock zu lassen. Sie bewegt sich freiwillig und ohne Beeinträchtigungen. Auch über regelmäßige Spaziergänge freut die Stute sich total.

Auch wenn die Röntgenkontrolle erst noch bevor steht bin ich fest davon überzeugt, dass wir die Kurve im letzten Moment bekommen haben. Sabrina ist stolz und strotzt nur vor Freude über Latinas Zustand und auch die Tierärzte können nichts Schlechtes behaupten und sind mittlerweile guter Dinge. Das Wort Einschläfern wurde auf jeden Fall nicht mehr in den Mund genommen. Ich stehe weiterhin im Kontakt mit Sabrina und lasse mir ständig über Latina berichten. Nächsten Monat werde ich über die Kontrollanalyse arbeiten und auch ich bin schon ganz gespannt, wie sich die Werte verändert haben.

Eure Claudia

Weitere Infos zum Thema Hufrehe: https://hufrehebehandlung.eu/
Weitere Infos zum Thema Haaranalyse: www.haaranalysenfuertiere.de

Freitag, 19. Januar 2018

Hufrehe bei trächtigen Stuten



„Viele trächtige Stuten erkranken an einem akuten Hufrehe Schub, oftmals auch zum ersten Mal in ihrem Leben. Allem zum Trotz hält sich doch hartnäckig das Gerücht, dass Stuten, die im Vorfeld an Hufrehe erkrankten, mit der Trächtigkeit immun würden gegen Hufrehe. Dies ist keineswegs der Fall, ganz im Gegenteil!“

Denn während der Trächtigkeit erkranken viele vormals noch nie an Hufrehe erkrankte Stuten auch erstmalig an Hufrehe. Auch trächtige Stuten und Stuten kurz nach Geburt eines Fohlens gehören immer wieder zu meinen Patientinnen. Ich denke, es erkranken ebenso viel trächtige Stuten an Hufrehe, wie andere Pferde auch und die Ursachen werden letztlich auch die gleichen sein.

Natürlich könnte man hier Mutmaßungen anstellen, dass bei trächtigen Stuten die Hufrehe etwas mit dem Hormonhaushalt zu tun hätte oder auch, dass trächtige Stuten „zu gut gefüttert“ werden. Aber bewiesen ist das alles nicht und die Auslöser und Ursachen sind ebenso unbekannt oder Mutmaßungen, wie bei anderen Pferden eben auch.
Natürlich könnte man aber auch ebenso mutmaßen, dass auch trächtige Stuten schlechte Hufsituationen haben und aus lokalen Gründen eine Hufrehe entsteht.


Fakt ist, Trächtigkeit und Laktation schützen keineswegs vor Hufrehe, sind jedoch auch keine Auslöser oder Ursachen der Hufrehe, natürlich mit Ausnahme der Geburtsrehe, bei der Teile der Nachgeburt nicht ausgeschieden werden und hierdurch eine Vergiftung im Organismus auslösen. Aber auch dies geschieht nicht allzu häufig, so, dass das Risiko bei Trächtigkeit nicht höher oder niedriger liegt als bei anderen Pferden auch.

Es versteht sich jedoch von selbst, dass die Therapie einer trächtigen Stute Rücksicht auf das Fohlen nehmen muss. Bei trächtigen Stuten empfehle ich daher selbstverständlich auch, die Therapie im Wege der Homöopathie und Phytotherapie durchzuführen und nicht mit Medikamenten, die Stute oder Fohlen während der Trächtigkeit belasten oder diese sogar ernsthaft in Gefahr bringen.

Auch bei trächtigen und laktierenden Stuten sind meine Erfahrungen mit einer ganzheitlichen und sanften Therapie mittels Biofeld-Haaranalyse sehr gut, wie die vielen Erfahrungsberichte dokumentieren.

Auch bei trächtigen Stuten muss die Hufsituation mit ins Auge gefasst werden und die Pferdefütterung angepasst werden. Meine Therapie der Hufrehe bei trächtigen Stuten unterscheidet sich eigentlich nicht von derer anderer Pferde, ausschlaggebend für den Therapieerfolg ist auch bei trächtigen und laktierenden Stuten eine ganzheitliche Betrachtung, die sowohl nach „innen“ wie auch „lokal“ schaut.



https://hufrehebehandlung.eu/
www.haaranalysenfuertiere.de

Mittwoch, 17. Januar 2018

Hufrehe Cocada (2016/2017)



Grund für die Therapie: Hufreheerkrankung an den Vorderhufen. Vermutlich kombinierte Vergiftungs- Belastungsrehe infolge der Behandlung einer Unfallverletzung mit nachfolgender Operation am rechten Vorderbein.





 START der empfohlenen Therapie: 30.07.2016



Bewegung:

- Freie Bewegung auf dem Paddock

- 20 min Spazieren/Handpferd (HP) im Schritt oder 15-20 min Bodenarbeit (BA) ca. 3-4x pro Woche (ab 10.11.2016)

- Langsame Steigerung der Trainingsdauer und Häufigkeit (Dezember, Januar)

- abwechslungsweise HP (20-60 min) und BA, kleine Einheiten mit dem Kappzaum, ca. jeden 4. Tag frei





Gesundheitszustand und Verfassung:
-Normales Verhalten, keine Auffälligkeiten

-etwas Schuppen im Winterfell als sie aufgrund der tiefen Temperaturen eine leichte Decke trug

-Beginn Fellwechsel 26.02.17

-Da Geduld nicht gerade ihre Stärke ist, scharrt sie gerne mit den Vorderhufen. Bevorzugt mit dem rechten, bereits regenerierten Huf (zum Glück!), mittlerweile aber manchmal auch mit dem Linken.

-Ist seit dem Rehebeschlag nie mehr fühlig gelaufen

-Hinten läuft sie nach wie vor barfuß, Hufpflege durch einen Huforthopäden alle 6 Wochen

-Als HP macht sie gerne unangekündigte Freudensprünge (Hoppigaloppi, dibockdibock) und beißt dann das Reitpferd auffordernd in den Hals bei ihren Kapriolen mitzumachen

- Große Bewegungsfreude, macht gerne den Kasper, insgesamt sehr zufrieden



19. 07. 2016: Röntgen im Tierspital ZH Befund: Hufbeinrotation und Absenkung vorne links, sehr dünne Hufsohle (4.3mm) leicht poröses Hufbein, feiner Haarriss im unteren Drittel der Zehe, evtl. Hornsäule (Weichteilschatten)? Leichter Wendeschmerz.

Behandlung: Rehebeschlag, Hufbeinträger möglichst schonen. Nach diesem Befund wurde Cocada nicht mehr trainiert, durfte sich aber nach wie vor auf dem Paddock und der Weide frei bewegen





23.08.2016: Im Zehenbereich vorne links ein Stück der Zehenwand ausgebrochen -> mit Keralit Undercover behandelt
15.09.2016: zweites Röntgen Tierspital ZH Befund: Anzeichen einer Verbesserung; Hufsohle knapp 7 mm dick, Hornsäule ziemlich sicher auszuschließen, Irritation am Hufbein hat sich beruhigt, kein Wendeschmerz mehr.

Behandlung: neuer Rehebeschlag und leichtes Tieferstellen in den Trachten um den Winkel langsam zu korrigieren, Erlaubnis zu leichter Bewegung (Spazieren) Beim Röntgen wurde diesmal eine geringe Dosis Sedationsmittel gespritzt (auch beim rechten Huf hat die Sohle noch einmal an Material zugelegt)



21. und 22. 09.2016: linker Vorderhuf verglichen mit den anderen 3 v.a. am Morgen spürbar wärmer, Gangbild aber normal und auch keine Pulsation



17.11.2016: drittes Röntgen Tierspital ZH Befund: Anhaltende Verbesserung; Hufsohle gute 8 mm dick, Gangbild unauffällig.

Behandlung: neuer Rehebeschlag (ohne Metallsteg) mit beginnender Korrektur der Huf- und Hufbeinstellung. Beim Röntgen wurde eine geringe Dosis Sedationsmittel gespritzt





05.01.2017: neuer (vierter) Hufbeschlag Tierspital ZH Bemerkung: gutes Hornwachstum, Lamellenschicht zwischen neuem und altem Hornschuh im untersten Bereich noch immer aufgerissen, Gangbild gut


16.02.2017: neuer (fünfter) Hufbeschlag Tierspital ZH Bemerkung: gutes Hornwachstum, Lamellenschicht zwischen neuem und altem Hornschuh im untersten Bereich noch immer aufgerissen, Gangbild gut





Der Huf vorne rechts hat sich bereits so gut regeneriert, dass keine deutlichen Anzeichen einer Hufreheerkrankung mehr sichtbar sind.