Sonntag, 21. September 2014

Erfahrungsbericht zur Hufrehe


Hallo Tierheilkundezentrum Team, wollte einmal ein Feedback los werden. Füttere seit März die Kräuter und bis jetzt geht es meinem Pony gut, selbst das Sommerekzem ist besser geworden. 
Habe ansonsten die Fütterung umgestellt und langsam angeweidet, bis jetzt ist mein Pony schlank geblieben. 
Hatte dann noch einmal eine Kur mit dem Hufelexier gemacht und bin echt erstaunt wie gut der Huf nachgewachsen ist.
Bis Ende des Jahres wird die weisse Linie wohl wieder so schmal sein wie bei einem gesunden Huf.
Gruss aus Rondeshagen

Sonntag, 4. Mai 2014

Pony Susi hat Hufrehe

Guten Tag Frau Nehls,

unserem Pony Susi geht es super. Das Laufverbot wurde inzwischen aufgehoben und wir können wieder spazieren gehen. Täglich ein bisschen weiter. Es ist einfach unglaublich, wie sie sich bis jetzt erholt hat. Sie spielt wieder mit der Grossen galoppiert und bockt im Paddock rum und hat nur blödsinn im Kopf. Halt einfach unsere Susi :-)

Ich kann einfach jedes Mal nur DANKE sagen, dass Sie unserem Pony geholfen haben.

Freundliche Grüsse Sandra 


Hier die Fortsetzung nach 14 Tagen:

Guten Abend Frau Nehls,

Susi geht es nach wie vor gut. Mittlerweile darf ich sie als Handpferd mitnehmen und wir dürfen sogar schon fünf Minuten verteilt auf den ganzen Ausritt traben. :-) TA sowie Hufschmied waren anfangs der Meinung gewesen, wir müssten Susi beschlagen. Mittlerweile sind sie anderer Meinung. Wir müssen sie nicht beschlagen, was uns natürlich sehr freut. Der Schmied staunt jedesmal, dass sie trotz der starken Senkung und Rotation so gut läuft. Sie läuft wirklich erstaunlich gut auch auf hartem Boden und wenn wir ausreiten gehen, hat sie sowieso immer Schuhe an.

Wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

Freundliche Grüsse Sandra 

  

Amy hat Hufrehe

Liebe Frau Nehls,

nachdem wir Ihren Therapievorschlag in die Tat umgesetzt haben und die Produkte uns am Freitag vor einer Woche erreichten, haben wir das Schmerzmittel relativ schnell absetzen können. 
Sie ist jetzt seit 1 Woche ohne Schmerzmittel und läuft nach wie vor verhältnismäßig gut. Nachts ist sie in einer Box 3,50 x 5,00 m. und über Tag, wenn die anderen Pferde auf der Weide oder Paddock sind, steht sie auf dem angrenzenden Reitplatz. Sie ist munter, frisst gut und wagt auch mal zu traben oder auch ein paar Bocksprünge, wonach sie dann auch nicht lahmt.
Den Weg über die Stallgasse auf Beton geht sie mittlerweile auch erstaunlich gut.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten frisst sie ihre Kräuter sehr gut, sogar ohne anzufeuchten.
Ich bin sehr glücklich über diese Entwicklung und danke Ihnen sehr. 
Mir ist auch aufgefallen, dass ihre Lymphe am Kopf, die man seit längerem immer fühlen konnte, nun kaum mehr zu ertasten sind. 
Alles in allem habe ich wieder Hoffnung. Ich sende Ihnen noch 2 Fotos von Amy, damit Sie sehen können von wem ich hier rede.

Vielen Dank und mit lieben Grüßen Regina 



Samstag, 15. März 2014

Hufrehe bei einer trächtigen Stute

Hallo liebe Frau Nehls,

was soll ich sagen? Vor gut einer Woche haben wir telefoniert, einen Tag später hatte ich Ihre Produkte hier! Unglaublich schnell! Und genauso unglaublich schnell setzte die Wirkung ein!

Vielleicht erinnern Sie sich an die Situation: Hochtragende Stute auf allen vier Füßen stocklahm nach Eisenentfernung! Einen Huf hatte es sogar schlimm mit Lederhautentzündung erwischt!
Die Maus mochte nicht mehr auftreten und es tat ihr sichtlich weh...

Nun ist es ja ziemlich problematisch bei tragenden Stuten, weil wir die ja nicht konservativ mit Schmerzmitteln behandeln können. Sie waren also meine letzte Rettung! Und ich war so skeptisch, weil mir bislang jeder Bezug zu alternativen Heilmethoden fehlte...

Nach 5 Tagen Behandlung ging es ihr sichtlich besser und sie mochte, wenn auch noch etwas verhalten, wieder gehen... Nach 7 Tagen trabte sie dann wieder vergnügt über den Paddock! Unfassbar, aber wahr! Und das trotz des Gewichts, dass sie im Moment mit sich rumtragen muss! In vier Wochen erwarten wir das kleine Fohlen und ich bin sehr aufgeregt!

An dieser Stelle möchte ich mich aber ganz ganz dolle bei Ihnen bedanken! Dass es so schnell so viel besser wird - hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, ich hätte es nicht geglaubt!

Ganz liebe Grüße Ihre Moni (15.03.2014)

Hufrehe, Haaranalyse & Nehls Produkte bei Pony Susi

Liebe Frau Nehls

Anfang Januar hatte ja Susi wieder einmal einen starken Hufreheschub, dass wir meinten, ihre Zeit wäre gekommen. Habe dann ja sofort die Empfehlungen von Ihnen bestellt. Danach habe ich Ihnen Haare von ihr geschickt. Die ganze Therapie mit allen Mitteln machen wir gut seit ein bis zwei Wochen, weiss nicht mehr genau, wann alle Mittel da waren.

Heute dachte ich mir, ich kann Ihnen ja auch mal schreiben, wenn ich gute Nachrichten habe. :-) Vor zwei Wochen konnten wir schon wieder mit kurzen Spaziergängen anfangen. Seit dieser Woche gehen wir schon täglich spazieren. Ich habe es immer Susi selber überlassen, ob sie mit will oder nicht, als ich gespürt habe, dass es ihr besser geht. Mittlerweile steht sie schon am Ausgang und wartet bis wir los gehen können, bevor ich überhaupt parat bin. :-)  Sie freut sich jedes Mal sehr, wenn wir los gehen. Wir sind sehr zufrieden mit dem Heilungsverlauf und hoffen, dass es keinen Hufrehschub mehr gibt. Susi wird von Tag zu Tag wieder Susi. :-) Ein Bocker hat es auch schon gegeben und gestern war sie das erste Mal wieder Chef zu Hause und war die erste im Stall. Sie ist in den Stall getrabt, aber dies funktioniert noch nicht so gut, braucht noch ein wenig Zeit. Sie ist fast ein wenig übermütig, wenn sie könnte, würde sie los galoppieren. Natürlich ist es noch nicht gut aber schon viiiiiiiieeeeeeellllllll besser. Wir sind sehr gespannt, wie sich die nächsten Wochen entwickeln. Morgen müssen wir zum Röntgen. Macht mir ein wenig Angst, aber wir hoffen, dass es nicht schlimmer geworden ist.



An dieser Stelle möchten wir uns von ganzem Herzen für Ihre Hilfe bedanken. Wir sind uns bewusst, dass es noch ein langer Weg ist, bis Susi wieder über die Wiese galoppieren kann, aber schon die kleinen Schritte machen einem eine grosse Freude nach sovielen schlechten Zeiten. Anbei schicke ich Ihnen noch ein Foto, damit Sie auch mal sehen, von wem ich überhaupt die ganze Zeit spreche. :-)

Ich wünsche Ihnen ein ganz schönes Wochenende und bis bald, brauche nämlich schon bald wieder Nachschub. :-)

Freundliche Grüsse aus der verregneten Schweiz Sandra (07.02.2014)

Montag, 13. Januar 2014

Beobachtungen einer Pferdebesitzerin zur Entstehung von Hufrehe...

Mich erreichte heute diese E-Mail zum Thema Hufrehe, die ich gerne einmal veröffentlichen möchte (in diesem Falle möchte ich ausnahmsweise einmal die Anonymität wahren, da das Pony bereits gestorben ist):

Sehr geehrte Frau Nehls,

gerne möchte ich Ihnen meine Beobachtungen bezügl. Ihrer Darstellung zu Entstehungen von Hufrehe mitteilen.

Vor einigen Jahren ging ein Ponywallach von einem Tag auf den anderen auf beiden Vorderbeinen fühlig. Da er ab und zu fühlig ging, dachte ich das er wieder auf ein paar Steinchen getreten sei und sich die Sohle etwas geprellt hätte. Normalerweise war dies nach 1 Tag wieder verschwunden.
Dieses Mal war dem war aber nicht so.

Es wurde von einem Tag zum nächsten schlimmer und der herbeigerufene TA diagnostizierte eine Hufrehe. Die stärksten Medis führten zu keiner Besserung. Ich verabreichte alle zur Verfügung stehenden alternativen Produkte. Die Tierärzte konnten keine Linderung herbeiführen. Ich entschloss mich ihn von seinen Schmerzen zu erlösen.

Kurz zuvor hatte ich jedoch noch eine zusätzliche Ampulle Blut entnehmen lassen.

Meiner Verzweifelung über den Tod meines geliebten Ponys entsprang der Drang über die Ursache. Ich fing an nachzuforschen.
Ich entnahm Wasserproben, Grasproben, Stroh- und Heuproben. Alles ging zur LUFA.

Es war mir egal was es kosten sollte!

Die Analysen dessen was ich versandte raubte mir jedoch fast den Verstand und ich war an mich gehalten nicht zu explodieren.

Ihr Fazit welches Sie in einem Ihrer Artikel schreiben - stimmt haargenau.

Pestizide-Herbizide-Fungizide-Einfachdünger NKP-ect. all das führte bei meinem Wallach zu einer Vergiftungsrehe. Und da das Wasser extrem kontaminiert war, konnte das Gift auch niemals über die Nieren ausgeschieden werden.

Ich habe nur noch ein Pony welches ich umsorge und mein Entschluss das ich mir kein Pferd mehr zulegen werde, obwohl ich seit über 40 Jahren sehr fest mit dem Reitsport verbandelt bin, beinhaltet folgendes:

Solange die Chemielobby uns über alle möglichen Schienen zu vergiften versucht, möchte ich über das mir anvertraute Lebewesen keine Verantwortung mehr übernehmen, da ich es zum jetzigen Zeitpunkt und die nächsten Jahrzehnte nicht unter meine Kontrolle bringen kann.

Ihre unermüdlichen Einsätze und Erfahrungen schätze ich sehr und wünsche Ihnen von ganzem Herzen weiterhin vollen Erfolg und viel Kraft zum Weitermachen.

Mit ganz lieben Grüßen Marion

Samstag, 28. September 2013

Überlegungen zum Ansteigen der Hufrehe


Täglich erreichen mich eine Vielzahl Anrufe von Pferdehaltern, deren Pferde an einem akuten Hufrehe-Schub erkrankt sind. Ich möchte in diesem ersten Teil über Hufrehe einige meiner Erfahrungswerte zusammenfassen:


Das Bild hat sich in letzter Zeit stark verschoben: früher waren besonders gefährliche Zeiten Frühjahr und Herbst, Frühjahr bezüglich des Weideauftriebs, Herbst bezüglich einer nochmals ansteigenden Vegetation, da das Gras durch Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung wieder gehaltvoller, als im trockenen Sommer, wurde. Heute kann ich keine Unterschiede mehr feststellen, mich erreichen ebenso viele verzweifelte Anrufe im Frühjahr, wie im Sommer, Herbst und auch im Winter. Diese kritischen Zeiten scheinen sich mittlerweile auf das gesamte Jahr verlagert zu haben.
Es erkranken nicht mehr überwiegend zu dicke Ponys, welche auf fetter Weide gehalten werden bzw. die Hafertonne geplündert haben. Es erkranken ebenso viele Pferde in normalem Futterzustand, wie in zu gutem Futterzustand oder auch nicht selten magere, zu dünne Tiere.
Es gibt ebenso wenig bestimmte Rassen und Altersgruppen, die meine Patienten ausmachen. Es erkranken Pferde aller Rassen und Altersgruppen, bis auf Fohlen und Pferde bis zum 3. Lebensjahr. Pferde und Ponys, welche vor dem 3. Lebensjahr erkranken, stellen eine absolute Ausnahme dar; ab dem dritten Lebensjahr ist jedoch jede Altersstufe in gleichen Anteilen ebenso wie jede Rasse vertreten. Aus meiner Erfahrung kann ich nicht mehr sagen, dass es besonders viele Extensivrassen, wie Haflinger, Tinker, Isländer, Norweger und Shettys sind, es sind ebenso viele Voll- und Warmblüter und einige Kaltblüter betroffen. Einige Kaltblüter vor dem Hintergrund, dass es insgesamt weniger Kalt- als Voll- und Warmblüter sowie extensive Pony- und Kleinpferderassen gibt.
Interessant ist auch, dass sehr viele Pferde erkranken, welche überhaupt keinen Weidegang genießen sowie auch keinerlei Gras zu fressen bekommen. Besonders interessant zudem, auch Pferde, die ausschließlich mit Heu und Stroh gefüttert werden ohne jegliche Kraftfutterzugabe bzw. Mineralfutterzugabe erkranken. Es erkranken jedoch auch Pferde, die 24-Stunden Weidegang haben, stundenweise auf der Weide stehen, ebenso wie Pferde, die 24-Stunden Stallhaltung bzw. nächtliche Stallhaltung und tagsüber Paddockhaltung erleben.
Fakt ist, es erkranken Pferde aller Rassen und Altersgruppen bei unterschiedlichster Fütterung und Haltung. Über die Fütterung lässt sich keine grundsätzliche Ursache für eine Hufrehe Erkrankung bzw. einen akuten Hufrehe-Schub ausmachen, bedenkt man, dass sämtliche Fütterungs- und Haltungsformen vertreten sind und die Anteile der verschiedenen Gruppen relativ gleich hoch sind.
Zu meinen Patienten zählen weder besonders viele Pferde, die barfuss gehen, noch besonders viele, die beschlagen sind, diese halten sich ungefähr die Waage.
Auffallend ist jedoch, dass im Vorfeld der Erkrankung oft eine Hufkorrektur stattfand. Hieraus könnte man den Schluss ziehen, dass eine lokale Bearbeitung in Bezug auf eine Hufrehe-Erkrankung eine größere Rolle spielt. Jedoch kann man die Bedeutung nicht vorzugsweise in mangelnder Hufbearbeitung und Korrektur ansiedeln, sondern in zu massiver, d. h. in einem zu großen Eingriff in die natürlichen Hufmechanismen. Obwohl mangelnde Hufpflege ebenso gut ein ausschlaggebender Grund sein kann.
Interessant ist auch, dass sämtliche Hufrehe Arten, gleich, ob es sich um eine Belastungsrehe, Futterrehe, Geburtsrehe, Vergiftungsrehe oder eine in sich verschiebende Reheart handelt, im Grunde gleich therapiert werden. Es gibt zwar Schwerpunkte, die man ggf. setzen kann bei der Therapie der unterschiedlichen Rehearten, im Grunde verlaufen alle erfolgreichen Therapiekonzepte jedoch fast identisch.

Welche Schlüsse könnte man aus oben Gesagtem ziehen?

Weder Fruktane und andere Zuckerarten, noch ein Stärke-, Protein-, Energie- oder anderer Nährstoffüberschuss, noch Mangelerscheinungen können eine allein ausschlaggebende Ursache haben, vorausgesetzt, es werden keine überdimensionalen Massen zugeführt. Dies bestätigt grundsätzlich auch, dass einige Pferde bei gleicher Fütterung, Haltung und Bewegung erkranken, andere nicht, obwohl gleicher Rasse, gleichen Alters und ähnlichen Futterzustandes.
Die Gründe, warum ein Pferd erkrankt, bleiben – zumindest oberflächlich gesehen - im Verborgenem..

Etwas tiefgründig spekuliert könnte es jedoch so sein:

Die Hufrehe-Erkrankung kann durch Toxine entstehen, die durch eine durchlässige Darmschleimhaut in die Blutbahn gelangen und somit den Organismus mit Giftstoffen überschwemmen. Toxine wiederum bilden sich bei Pferden durch zu viel Protein, zu viel Stärke, verschiedene Zuckerarten in hoher Konzentration (Fruktane beispielsweise), aber auch durch Aufnahme von Giftpflanzen, Pestiziden und äußerlich zugeführten Toxinen, wozu beispielsweise auch Medikamente in Überdosierung und Giftpflanzen gehören können.
Sind grundsätzliche Faktoren der Fütterung ggf. eher der immer höhere Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden in der Landwirtschaft? Ist unsere Umweltbelastung, welche stetig steigt, auch ein grundsätzlicher Faktor?
Sind immer häufiger verwendete unnatürliche Füll- und Konservierungsstoffe, Beimengungen der für Pferde nicht in ihrem natürlichen Lebensraum vorkommenden Nährstoffe ein Faktor? Ist an der ganzen Entwicklung nicht zum großen Teil der Verbraucher, der Pferdehalter mit Schuld, weil alles immer günstiger, immer billiger werden soll? Wenn niemand mehr bereit ist, für Qualität auch einen entsprechenden Preis zu zahlen, wenn Landwirte gezwungen werden, nach Masse und nicht Klasse zu produzieren, sich Produkte nur noch über den Preis verkaufen, welche Qualität können wir dann erwarten? Sind wir nicht alle schuld an dieser Entwicklung, die natürlich bei den Pferden nicht halt macht, bei unseren eigenen Lebensmitteln sieht es nicht anders aus.
Vielleicht sollte auch hier ein Umdenken, ein anderes Bewusstsein stattfinden? Natürlich müssen wir alle rechnen, doch Priorität hat sicher, was wir wofür ausgeben; manchmal sollten wir vielleicht lieber etwas weniger kaufen, dafür aber auf die Qualität achten.. Warum gibt es heute so viele „Fleischskandale“? Liegt es nicht zuletzt an der Preispolitik? Wer zahlt schon freiwillig mehr für Qualität, wenn es ein minderwertiges Produkt günstiger gibt? Welche Pflanze, welches Getreide, welches „Nutztier“ kann heute noch natürlich heranwachsen? Es wird gespritzt, gedüngt und gemästet, alles muss schnell gehen und schnell geht`s naturgemäß nur mit „künstlicher“ Unterstützung; die Natur kennt unsere Preispolitik nicht! 

Wäre eine Minderung der Hufrehe-Fälle ggf. auch durch ein „Zurück zur Natur“, die konsequente Meidung des Einsatzes von Pestiziden, Düngemitteln und sonstige Eingriffe in die Natur möglich?

Lässt man die letzten 30 Jahre Revue passieren, so könnte man meinen, dass die Ursache nicht zuletzt auch hier zu finden ist, zumindest ein Mitverursacher.
Auch nehmen allergische Erkrankungen immer mehr zu, deren Zunahme ebenfalls hier zu finden sein könnte. Können diese Toxinansammlungen (wodurch sie auch immer entstanden sind) nun nicht ausgeschieden werden, beispielsweise über den Kot (Durchfall, Kotwasser), über die Haut (Sommerekzem, allergische Hauterkrankungen, Photosensibilität u. a.) oder über die Schleimhäute (Husten, Bronchitis, Augenentzündungen, Nasenkatarrh u. a.), wird die Darmschleimhaut immer durchlässiger und die Toxine gelangen in die Blutbahn und führen letztlich über einen kurzen (Toxinüberflutung in kurzer Zeitabfolge) bzw. über einen längeren (vorerst im Verborgenen stattfindenden Zeitraum) zur Hufrehe. Je nach Ausmaß dieser Toxinüberflutung des Organismus/Blutes zu leichter bis massiver Hufrehe. Gefördert scheint diese Entwicklung durch eine nicht korrekte Hufbearbeitung, meist zu viel Abtragung von Horn, ebenso gut jedoch durch zu heißes Brennen oder Vernagelungen und durch zu wenig Bewegung (= Anregung der Durchblutung und des Stoffwechsels) zu werden. 



Bei der Vergiftungs- und Geburtsrehe liegen die Ursachen in der direkten Toxinbelastung bzw. Aufnahme, fügen sich demnach in das o. g. Gesamtbild ein.
Die Überlegung, warum Pferde und Ponys nur bei Heufütterung ebenfalls immer wieder erkranken, könnte in einer stetigen Aufnahme von Toxinen durch eben dieses in zwar geringer, jedoch irgendwann „Fass überlaufender“ Menge liegen.
Insgesamt kann eine Ursache bzw. ein mitauslösender Faktor auch in einem gestörten Mineralstoffhaushalt liegen, da der Darmraum zur Aufrechterhaltung der Symbiose und eines im Gleichgewicht liegenden Säure-Basen-Haushalts Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente in gut verfügbarer Form, jedoch auch nicht im Überfluss, benötigt.
Letztlich wissen wir durch einige – meiner Meinung nach völlig unsinnige – Versuchsreihen bei Ponys und Pferden zwar einige Auslöser, jedoch werden wir wissenschaftlich einem Grund, der immer und bei jedem Pferd in gleicher Form ursächlich vorliegt – nicht auf die Spur kommen. So gab es zwar eine gewisse Menge Stärke, die bei jedem Pferd/Pony eine Hufrehe auslöst, jedoch wird diese Menge im „wahren Leben“ wohl nur in Ausnahmefällen aufgenommen. Das Gleiche gilt für Fruktane, Proteine und anderes.
 

Bei der überwiegenden Anzahl der Hufrehe-Erkrankungen kommen mehrere auslösende Faktoren zusammen. So ist eine Disposition durch verschiedene Störungen bereits im Vorfeld gegeben, diese bleibt jedoch unentdeckt, bis der Auslöser kommt, und mag es ein noch so geringer sein, der sprichwörtlich „das Fass zum Überlaufen“ bringt! Selten gibt es das auslösende Moment, sprich die Ursächlichkeit, die innerhalb von wenigen Sekunden, Minuten oder Stunden auftritt, dies sind beispielsweise Giftpflanzen oder aufgenommene Giftstoffe in hoher Konzentration im Futter, können jedoch auch Medikamente (so ist Cortison als Auslöser bekannt)  darstellen, sowie die sprichwörtlich geplünderte Hafertonne.
Eine Rolle scheinen auch Allergien zu spielen. Zu meinen Patienten gehören auffallend viele Pferde, die weiterhin an einer allergischen chronischen Atemwegserkrankung oder auch am Sommerekzem erkrankt sind, und dies im Vorfeld, meist seit etlichen Jahren. Sieht man in diesem Zusammenhang das oben Ausgeführte, könnte es sich auch so verhalten, dass eine Ausscheidung von Toxinen mit zunehmender Zeitabfolge nicht mehr über Haut und Schleimhäute gelingt und aus diesem Zusammenhang heraus dann eine Hufrehe entsteht. Die Krankheitsbilder Hufrehe in Verbindung mit chronischem Kotwasser/Durchfall sieht man im Gegensatz dazu so gut wie nie, jedenfalls ist mir kein Fall in Erinnerung. Hier wiederum könnte man den Schluss ziehen, dass die Entgiftung über den Kot infolge auftretenden Durchfalls/Kotwassers die Effektivste ist und somit keine Folgeerkrankungen wie Hufrehe auftreten. Im Gegenzug bedingt ein chronischer Durchfall leider auch wiederum arge Verluste des Mineralstoff-, Spurenelements- und Vitaminhaushalts sowie natürlich der Elektrolyte. Ggf. kann aber durch die vermehrte Zuführung dieser ein Mangel in gewissem Rahmen vermieden werden; was von Fall zu Fall variieren wird. 

 
Bei allen Anhaltspunkten, die wir über die Hufrehe-Erkrankung haben, spielt die individuelle Konstitution eine große Rolle. So wird bei guter Konstitution eine Menge mehr toleriert, als bei mangelhaftem Gesundheitszustand, wie zum Beispiel Vorschädigungen des Darmtraktes, welche unbemerkt bleiben und sich nicht infolge von Kotwasser/Durchfall bemerkbar machen. 

Dieser Artikel ist bereits einige Jahre alt. Inzwischen habe ich dazu gelernt, was nicht heißt, dass dieser Artikel nicht auch "meiner" ist. Heute sehe ich die Ursachen der Hufrehe Erkrankung jedoch überwiegend in der lokalen Hufsituation. Meinen Blickwinkel heute (2015..) findet Ihr hier: 
Hufrehebehandlung